FrauvonWelt

Die Welt von einem rosa Plüschsessel aus betrachtet.

Frühstücksgedanken

Verfasst von frauvonwelt am Januar 7, 2008

FrauvonWelt sitzt in ihrem rosa Plüschsessel und denkt an ein Zitat von Goethe:
“Wer nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.”

Sie hätte auch denken können:
Wer nicht mindestens ein frisches Croissant zum Frühstück erwartet, sollte gar nicht aufstehen.

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Horizontale Integration

Verfasst von frauvonwelt am Dezember 3, 2007

FrauvonWelt kann links und rechts. Gleichzeitig.

Horizontale Integration optimiert den Informationsfluss. Deswegen kann FrauvonWelt auch Heine auswendig. Geht ganz einfach. Gedicht lesen, rechte Hirnhälfte anschalten, links ist sowieso immer an, Gedicht noch mal lesen, fertig. Gedicht im Kopf.

Lyrik bringt die Gehirnhälften ins Gleichgewicht. Jeden Tag ein paar Zeilen, und schon stellt sich dieses Ich-liege-in-der-Hängematte-Gefühl im Hirn ein.

Was aber macht FrauvonWelt mit Heine im Kopf? Goethe zitieren zum Beispiel. Das ist dann die vertikale Integration.

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Philine

Verfasst von frauvonwelt am Dezember 1, 2007

Singet nicht in Trauertönen
Von der Einsamkeit der Nacht!
Nein, sie ist, o holde Schönen,
Zur Geselligkeit gemacht.

Wie das Weib dem Mann gegeben
Als die schönste Hälfte war,
Ist die Nacht das halbe Leben
Und die schönste Hälfte zwar.

Könnt ihr euch des Tages freuen,
Der nur Freuden unterbricht?
Er ist gut, sich zu zerstreuen,
Zu was anderm taugt er nicht.

Aber wenn in nächt’ger Stunde
Süßer Lampe Dämmrung fließt
Und vom Mund zum nahen Munde
Scherz und Liebe sich ergießt.

Wenn der rasche lose Knabe,
Der sonst wild und feurig eilt,
Oft bei einer kleinen Gabe
Unter leichten Spielen weilt;

Wenn die Nachtigall Verliebten
Liebevoll ein Liedchen singt,
Das Gefangnen und Betrübten
Nur wie Ach und Wehe klingt:

Mit wie leichtem Herzensregen
Horchet ihr der Glocke nicht,
Die mit zwölf bedächt’gen Schlägen
Ruh’ und Sicherheit verspricht!

Darum an dem langen Tage
Merke dir es, liebe Brust:
Jeder Tag hat seine Plage,
Und die Nacht hat ihre Lust.

(Goethe: Wilhelm Meister)

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