FrauvonWelt

Die Welt von einem rosa Plüschsessel aus betrachtet.

Eine Nacht mit Schneck

Verfasst von frauvonwelt am Januar 24, 2008

„Susi? Willst Du den Film noch zuende gucken?“
„Nee, ich bin schon eingeschlafen.“
„Willste noch nen Tee?“
„Gute Idee. Haste auch noch was zu essen? Ich hab Hunger.“
FrauvonWelt schmiss die Fernbedienung ins Kissen und schlurfte in die Küche. Susi lag mit offenen Augen auf dem Sofa, eine Hand auf ihrem runden Bauch, die andere im Nacken zur Faust geballt. Warum…?
„Susi? Kekse oder Baumkuchen?“
„Beides.“
FrauvonWelt packte Teekanne und Tassen, Kekse und Baumkuchen auf das alte Silbertablett ihrer Oma, stellte es neben Susi auf den Tisch und sah die Tränen über Susis Wangen kullern.
„Oh nee, kriegst du jetzt wieder so einen sentimentalen Anfall?“
Susi versuchte ein wenig zu lachen: “Nein, war nur ein kurzer Anflug, ist schon vorbei.”
„Willst du mir eigentlich nicht mal erzählen, was damals passiert ist in der einen Nacht mit IHM?“ FrauvonWelt hatte schon so oft gedrängt, die Geschichte zu erfahren, doch Susi hatte immer geschwiegen.
„Ich kann das nicht erzählen, ich habe dafür keine Worte.“
„Versuch es. Sonst gibt es keine Kekse.“, droht FrauvonWelt.
„Ui, gleich die Höchststrafe?“
„Ja.“

Susi setzte sich auf und schwieg eine Weile. Dann fing sie an zu erzählen. Sie erzählte wie es damals war. In dieser einen Nacht in Berlin. Dieser einen Nacht mit Schneck.

Fortsetzung live am Samstag im Kurshaus.

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Die Lesung (1): Wie alles begann

Verfasst von frauvonwelt am Oktober 29, 2007

Mit Hunger. FrauvonWelt wurde die Ehre zuteil, mit den beiden Autoren Ettore Schmitz und Erdge Schoss und einer kleinen Schar erlesener Gäste vorab zu speisen. Als Lokalität wurden die Zornheimer Weinstuben gewählt. Ein nettes, feines Häuschen mit einem köstlichen Holundersekt. Der Rest nicht minder appetitlich. Allein die alten Holztreppen und FrauvonWelts Aschenputtelschühchen, die vertrugen sich nicht. Ein Absacker, der viel zu früh kam. Alle drei überlebten. Holztreppe, Schuhe und Frau. Aber die Herren oben auf der Empore, die sind gestorben – vor Lachen Schreck.

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